Skip to main content

Bei Privatschulden handelt es sich um Schulden, die durch Leihen von Geld von Privatleuten entstehen. Welchen Anteil die Privatschulden an den Gesamtschuldenberg der privaten Haushalte hat, ist statistisch nicht zu erheben. Da diese Forderungen nirgendwo eingetragen werden und nicht jeder private Gläubiger damit hausieren geht. Oftmals leihen sich die Privatschuldner das Geld bei Familienangehörigen oder Freunden. In der Regel werden Privatschulden eher zurückgezahlt, als Schulden bei Firmen oder Banken. Wenn ein privater Gläubiger allerdings das geliehene Geld nicht zurück bekommt, wird dieser sehr schnell keine weiteren Geldmittel weitergeben. Die Einforderung von privaten Schulden ist weitaus komplizierter, als die Forderungen von Unternehmen. Denn der Gläubiger ist beweispflichtig, welche Summen er an den Schuldner verliehen hat. Ein Beweis kann der Privatgläubiger führen, indem er einen Schuldschein des Schuldners vorlegt. Dieser gilt im Ernstfall dann vor Gericht als Beweis. Da es sich aber oft um Familienmitglieder oder enge Freunde handelt, wird die Einforderung des geliehenen Geldes nicht so schnell betrieben. Wer privat Geld verleiht, sollte egal, ob es sich um Bruder, Schwester, Schwägerin, Vater oder Mutter handelt, so etwas wie einen kleinen Privatkreditvertrag aufsetzen. Darin sollten die geliehene Summe, das Leihdatum und die Rückzahlungsmodalitäten festgehalten werden. Man kann auch einen Ratenzahlungsplan, wie ihn die Banken erstellen, mit dem Schuldner zusammen erarbeiten. Wenn schon Privatschulden nicht mehr zurückgezahlt werden können, kann schon von ausgegangen werden, dass der Haushalt restlos überschuldet ist. Hier sollte der private Gläubiger sein Einfluss gelten machen, das der Schuldner eine Schuldnerberatungsstelle aufsucht. Denn an diesem Punkt der finanziellen Sorgen ist eine Privatinsolvenz indiziert.